Tschechische Philharmonie

Montag • 20.04.2020 • 20:00 Uhr

Elbphilharmonie, Großer Saal

Tschechische Philharmonie
Jakub Hrůša, Leitung
Daniel Müller-Schott, Violoncello

Tschechische PhilharmonieGesanglich und wild

Dvořák Violoncellokonzert h-Moll op. 104
Suk Scherzo fantastique op. 25
Janáček "Taras Bulba" Rhapsodie für Orchester

„Ein Stück Holz, das oben kreischt und unten brummt.“ So wenig schmeichelhaft sprach Antonín Dvořák über das Violoncello. Und trotzdem schrieb er eins der schönsten Konzerte für das der menschlichen Stimme doch so ähnliche Instrument. Daniel Müller-Schott, der oft und gern in kleinen, kammermusikalischen Besetzungen auftritt, bietet Dvořáks Cellokonzert mit den gesanglichen Linien, dramatischen Wendungen und virtuosen Einlagen viel Raum zum intimen Musizieren mit den Orchestermusikern der Tschechischen Philharmonie. Diese haben für die zweite Konzerthälfte zwei Stücke mitgebracht, mit denen man sofort ganz tief in die slawische Geschichte eintaucht. Suks fantastisches Scherzo steckt voller Anklänge an wilde Dorf-Feiereien, bei denen das ein oder andere Glas auch mal zu Bruch gehen kann. Und Janáček setzte mit seiner Rhapsodie dem wilden Kosaken-König Taras Bulba und damit seiner eigenen Russland-Begeisterung ein klingendes Denkmal.

Zum Reinhören

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